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Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe


Tension-free Vaginal Tape - Verfahren (TVT )

Bei Ihnen wurde die Diagnose einer Belastungs- oder Stressharninkontinenz gestellt. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse raten wir Ihnen zu einer spannungsfreien Prolenebandeinlage, eine sog. TVT-Plastik. Diese Methode hat für Sie viele Vorteile.
Becken-Modell Die Ergebnisse sind gut (84 Prozent mit 3-Jahres-Heilung und 6 Prozent Besserung), die Operationszeit ist kurz (etwa 30 Minuten) und der Krankenhausaufenthalt ist auf wenige Tage bemessen.Die TVT- Operation wird im allgemeinen unter örtlicher Betäubung mit einer beruhigenden Vormedikation und schmerzbekämpfender Zusatzmedikation während des Eingriffes unter Betreuung durch einen Narkosearzt während der gesamten Operationszeit durchgeführt. Die örtliche Betäubung wird in die Haut über dem Schambeinknochen, in den Raum hinter dem Beckenknochen und die vordere und seitliche Scheidenwand eingebracht. Sie hält etwa 2 Stunden an. Vor dem Eingriff erhalten Sie ein Antibiotikum über die Vene.
Bei der Operation werden zwei kleine Hautschnitte über dem Schambeinknochen und ein kleiner Schnitt in die vordere Scheidenwand gemacht. Zwei kleine Kanäle neben der Harnröhre lassen die Spezialnadeln mit dem Band von der Scheide aus hinter dem Beckenknochen nach oben zu den beiden oberen Hautschnitten führen. Das Band bleibt spannungsfrei unter der Harnröhre liegen (daher der Name). Das Band gibt der Harnröhre bei Belastungen, wie Husten oder Niesen, mehr Halt und hilft dadurch beim Abdichten.
Dies wird während der Operation geprüft, indem man Sie husten läßt. Danach werden die Wunden geschlossen.
Im Normalfall ist ein Blasenkatheter nach dem Eingriff nicht erforderlich. Die TVT-Plastik läßt sich auch in Kombination mit Senkungsoperationen, dann allerdings mit anderen Betäubungsverfahren, durchführen. In Abhängigkeit von Operationsbesonderheiten und Blasenfunktion können Sie bei ausschließlicher TVT-Plastik bereits am übernächsten Tag mit der Entlassung aus der stationären Behandlung rechnen.
In der Regel genügen zwei Wochen Krankschreibung. Die Zeitspanne hängt natürlich auch von der Arbeit ab, die Sie verrichten müssen. Besprechen Sie die Details mit lhrer/-m Frauenärztin/- arzt. Während der Zeit der Krankschreibung sollten Sie sich in jeder Hinsicht schonen und vor allem nicht schwer heben. Wird die Bauchdecke überdehnt, kann es zu einem Verrutschen des Bandes und zu einem Wiederauftreten der Harninkontinenz kommen.
Vollbäder und Geschlechtsverkehr sollten für 4 Wochen unterbleiben, um auch der Scheidenwunde ausreichend Zeit zur Heilung zu geben. Ihren gewohnten Aktivitäten können Sie nach ca. 8 Wochen wieder nachgehen. Nach einigen Wochen werden sich die Scheidennähte auflösen und als kleine Fadenstückchen in Erscheinung treten. Während dieser Zeit werden Sie auch etwas vermehrt Ausfluß haben. Dies sollte Sie nicht beunruhigen. Duschen ist jederzeit erlaubt. Vermeiden sollten Sie neben Vollbädern selbstverständlich auch Schwimmen und Sauna.
Komplikationen sind selten. Während des Eingriffes wird eine Blasenspiegelung zur Kontrolle auf korrekten Sitz des Bandes durchgeführt. Blutungen können in der Blase und in ihrer Umgebung auftreten. Meistens muß nichts weiter unternommen werden, da die normale Blutgerinnung die Blutung beherrscht. Selten sind erneute Inspektionen des Operationsgebietes, Bandkorrekturen und Wunddrainagen erforderlich.
Da Sie keine Vollnarkose bekommen, können wir Sie während des Eingriffes über eventuelle Zwischenfälle informieren.













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