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Kinästhetik in der PflegeDie Idee, Kinästhetik im Franziskus-Hospital Harderberg einzuführen, entstand 1999, nach dem die Pflegedienstleiterin Sr. Maria Manuela einen der ersten Grundkurse besucht hatte. Was ist Kinästhetik?Kinästhetik in der Pflege ermöglicht gezielte und professionelle Hilfe zur Selbsthilfe. In gemeinsamen Bewegungen mit dem Patienten und dem genauen Erspüren seiner Reaktionen lernt die Pflegeperson die individuellen Bewegungsmuster des Patienten zu verstehen. Sie ist in der Lage, den Patienten bei täglichen Aktivitäten wie Aufsitzen, Aufstehen oder beim Bewegen im Bett auf eine Weise zu unterstützen, die es ermöglicht, seine Bewegungsmöglichkeiten so weit wie möglich auszuschöpfen, zu erhalten und zu erweitern. Dadurch werden Patienten schneller mobil. Sie erfahren sich als wirksam und haben optimale Bedingungen, ihre Lebensqualität direkt zu beeinflussen. Die Pflegeperson hebt den Patienten nicht mehr, sondern hilft bei der Bewegung – so nimmt das Verletzungsrisiko des Personals deutlich ab. Die Anwendung von Kinästhetik in der Pflege ist ein direkter Beitrag zum humanen und würdevollen Umgang mit Menschen. Um das Ziel zu erreichen, alle Mitarbeiter kinästhetisch zu schulen, wurde eine Mitarbeiterin aus der Pflege, Stephanie Gordon, zur Kinästhetik-Trainerin Stufe II, beim Kinaesthetics Institut (IHD) ausgebildet. Die Mitarbeiter werden in 4-tägigen Grundkursen geschult. Sie erhalten Unterstützung in Form von Praxisanleitungen und Workshops, um das im Kurs erlernte Handling in der Praxis weiter zu entwickeln. Inzwischen sind mehr als 50 Prozent der Mitarbeiter in der Pflege in Kinästhetik geschult. Durch eine Kooperation mit dem Marienhospital Osnabrück besteht eine enge Zusammenarbeit der Kinästhetik-Trainer innerhalb dieser Kooperation.
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