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MusiktherapieGott achtet mich, wenn ich arbeite,-Gott liebt mich, wenn ich singe!" (Rabindranath Tagore) Seit Ende 2002 führt der Diplom-Musiktherapeut Jan Christoph Janßen das Projekt "Musiktherapie" im Franziskus-Hospital durch. Ein- bis zweimal wöchentlich finden die (Einzel-)Sitzungen mit einer Dauer von ca. 45 Minuten statt. Für gemeinsame Improvisationen stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung, die von jedem, ohne Vorkenntnisse oder besondere Begabung, gespielt werden können. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Ein Therapieblock sollte 6 - 12 Sitzungen beinhalten. Bei einem kürzeren Krankenhausaufenthalt wäre auch eine ambulante Weiterführung der Therapie denkbar und die Bereitschaft dazu erwünscht. Die Kosten werden zur Zeit über ein Spendenkonto getragen. Weitere Informationen erhalten Sie durch die nachfolgende Pressemitteilung vom August 2008: Patientinnen musizieren im Krankenhaus mit gotischer Harfe Im Franziskus-Hospital Harderberg wird eine Musiktherapie angeboten Harfe, Metallophon, Holzblocktrommel: Der Raum Andreas des Franziskus-Hospitals Harderberg ähnelt manchmal einem Musikzimmer. Doch hier finden keine Konzerte oder Aufführungen statt. Der Musiktherapeut Jan Christoph Janßen setzt sie zur Therapie ein. In erster Linie gehören zu seinen Patientinnen Frauen, die im Brustzentrum Osnabrück am Franziskus -Hospital behandelt werden. "Während der Zeit der Chemotherapien finden sie in der Musik oft neuen Lebensmut und eine individuelle Möglichkeit der Krankheitsverarbeitung", erläutert der Therapeut. "In der Musiktherapie hatte ich das Gefühl, als Person ernst genommen zu werden und nicht nur als Patient mit meiner Krankengeschichte. Ich konnte freiwillig und ohne Druck über meine ganze Situation sprechen", berichtete eine der Patientinnen. Dabei können Gespräche zwar Bestandteil der Sitzungen sein, wesentlich ist aber gerade die Begegnung ohne Worte - der Kontakt in der Musik. Für die Gestaltung der Sitzungen gibt es ein großes Angebot an verschiedenen Rhythmus- und Melodieinstrumenten, die von den Patientinnen ohne spezielle Vorerfahrung oder Notenkenntnisse gespielt werden können, während der Therapeut in der Regel dazu Klavier spielt. Auch beim gemeinsamen Singen, das sich bei vielen Patientinnen als ein wichtiger Bestandteil der Sitzungen entwickelt, kann auf ein großes Repertoire an musikalischen Stilen zurückgegriffen und auf Wünsche eingegangen werden. Außerdem gibt es eine "gotische Harfe", zu der viele Patientinnen eine besondere Beziehung bekommen. Im Durchschnitt absolviert eine Patientin etwa 15 bis 20 Sitzungen, die Therapie dauert ungefähr drei bis vier Monate. "Vorrangiges Ziel der Musiktherapie ist die Krankheitsbewältigung und das Fördern von Lebensqualität", erläutert Janßen: "Durch die praktische Beschäftigung mit der Musik wird der bedrohlichen Situation der Erkrankung etwas Positives, Kreatives entgegengesetzt, wird die Patientin aus der Passivität der Patientenrolle geführt, um ihr Leben an diesem sensiblen Punkt aktiv mitzugestalten". ´ Durch das Gelingen eigener Spielversuche und die Erweiterung des eigenen kreativen Repertoires kann das möglicherweise gestörte oder verletzte Selbstbild (Brustamputation, Haarausfall) neu gestärkt und wieder positiv belegt werden. "Herrlich, es ist jedesmal wieder so erfrischend, wenn ich hier bin, ich fühle mich viel leichter und beschwingter", sagte eine Patientin am Ende der letzten Sitzung. In mehreren Fällen war die Teilnahme an der Musiktherapie der Auslöser für eine weiterführende musikalische Beschäftigung - mit dem Erlernen eines Instrumentes oder der Teilnahme an einer Chorgemeinschaft. Das kostenfreie Angebot der Musiktherapie besteht seit 2002 für die Brustkrebspatientinnen der Abteilung für Senologie am Klinikum St. Georg, Harderberg. Ermöglicht wurde dies durch eine großzügige Spende einer ehemaligen Patientin. Die Finanzierung der Musikinstrumente wurde durch den Verein Spes Viva übernommen. Voraussetzung für die Teilnahme an der Therapie ist die Bereitschaft und Möglichkeit der Patientinnen, nach ihrem stationären Aufenthalt weiterhin ein oder zweimal wöchentlich zum Franziskus-Hospital zu kommen. Nach einer unverbindlichen Schnupperstunde schließen sich in der Regel mindestens acht weitere Sitzungen an. Die Beendigung der Therapie legen der Therapeut und die Patientin gemeinsam fest.
Foto: In der Musiktherapie am Franziskus-Hospital Harderberg spielen die Patientinnen mit dem Musiktherapeuten Jan Christoph Janssen (rechts) auch die gotische Harfe, die er selbst gebaut hat.
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